OS X & der Eee PC

“Das billigste Macbook aller Zeiten” titelte Cnet Deutschland gestern mit Bezug darauf, dass ein paar findigen Hackern die Installation von Apples Betriebssystem OS X auf dem Eee PC gelungen ist.

Für das akuelle Betriebssystem “Leopard” (10.5.) reiche es nicht, jedoch könne mit “Tiger” (10.4) relativ flüssig gearbeitet werden. Was in dem Bericht nicht erwähnt wird: Die Funktionalität ist nach der Aufspielung von OS X arg beschnitten. Auf die Lautsprecher muss anschließend ebenso verzichtet werden wie auf Mikrofon & Webcam. Hinzu kommt, dass die Installation des “Apple-exklusiven” OS auf dem Eee PC auch rechtlich durchaus problematisch ist.

Das ist den Hackern wohl auch bewusst, weshalb sie konsequenter Weise in ihrem HowTo den Download von Tiger mit dem Filesharing-Client BitTorrent empfehlen.
Mir stellt sich die Frage: Warum ein zuverlässig laufendes und intuitiv bedienbares Linux-OS zugunsten einer zurechtgeflickten, instabilen MacOS-Lösung aufgeben?

Rollout in den USA: Nach 10.000 Eee PCs war Schluss

Nur rund 10.000 Exemplare des Eee PCs hat Asus laut Golem seinen US-Vertriebspartnern zum Verkaufsstart zur Verfügung gestellt. Offenbar viel zu wenig, das Subnotebook war überall in kürzester Zeit vergriffen. Amazon.com nimmt zwar Vorbestellungen an, terminiert die Lieferung jedoch auf “nach dem 24.12.”.
Hierzulande soll die Auslieferung Mitte Dezember erfolgen. Wer zu den ersten deutschenEEE-Nutzern gehören möchte, sollte die Vorbestellmöglichkeit bei amazon.de (Links in linker & rechter Spalte) nutzen.

EeePC bald UMTS-fähig? / Windows f. < 40$ Aufpreis

Das amerikanische Forbes Magazine porträtiert in der aktuellen Ausgabe den EeePC-Hersteller Asustek (in Deutschland Asus) und lässt dabei auch den CEO Jonney Shih zu Wort kommen. Der Artikel gibt vor allem einen guten Überblick über die Gesamtsituation, enthält aber wenig neues. Dass der XP-EeePC für “unter 40$” (weniger als ein Drittel von dem, was Windows ungebundelt für sein Betriebssystem verlangt) mehr als die Linux-Variante zu haben sein wird, konnte man so bereits anderswo lesen.

Interessant ist, dass der EeePC bislang hauptsächlich von Reisenden & Geschäftleuten gekauft wurde - hier dürfte die hervorragende Mobilität ein wichtiges Kriterium gewesen sein. Schlimm findet Asus-Chef Shih das nicht: Der EeePC wurde - anders als das Projekt OLPC (One Laptop Per Child) - nicht nur für Schwellenländer und finanziell schlecht Gestellte konzipiert, sondern durchaus auch für “die erste Milliarde”; also jenen, die schon einen PC ihr Eigen nennen und hohe Ansprüche an Usability und Rechenkraft stellen. So ist bereits der ab Dezember in Deutschland erhältliche 4G auf bis zu 1 Gbyte RAM und ganze 34 Gbyte Flash-Speicher aufrüstbar. Auch wird mit lokalen TK-Anbietern über eine UMTS-Anbindung des EeePC verhandelt.

6:02min Video vom EeePC

Kurz nach Veröffentlichung des Testberichtes hat die PC Welt nun auch noch ein sechs Minuten langes Video publiziert. Ein Redakteur demonstriert hier recht anschaulich die kompakten Maße des EeePC sowie die grundlegenden Funktionen des - beim Testmuster noch englischen - Betriebssystems.

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PC Welt: EeePC “sein Geld wert”

Auch das Computermagazin PC Welt hat den EeePC nun unter die Lupe genommen. Gelobt wird im sechsseitigen Testbericht einmal mehr der unschlagbare Preis von EUR 299,-, für den man einmalig viel Computer bekommt. Auch die Robustheit wird positiv hervorgehoben - dadurch, dass der EeePC den einen oder anderen Sturz unbeschadet überstehen kann, sei er auch für Kinderhände geeignet.
Überhaupt nicht anfreunden konnte sich der Tester dagegen mit dem Speichermanagment des EeePC. Die zur Verfügung stehenden 1,4 Gbyte freier Flash-Speicher (”ab Werk”, sprich bei vorinstalliertem Betriebssystem) seien viel zu wenig für Videos oder MP3s. Der Speicher könne zwar via SD-Karte, USB-Stick oder externem Laufwerk erweitert werden, wirklich mobil sei man dann aber nicht mehr. Warum etwa eine wenige Gramm schwere und im EeePC “versenkte” 4 Gbyte-Speicherkarte die Mobilität einschränken solle, wird übrigens nicht begründet.

“Exzellent”: Eee PC mit 87% im Cnet-Test

Gut & günstig bei ansprechendem Design: So lässt sich der EeePC Testbericht von Cnet Deutschland zusammen fassen. Das größte Plus sehen die Redakteure dabei in der unschlagbaren Mobilität des Subnotebooks, welches bequem in jeder Aktentasche Platz finde. Das gehe auf Kosten der Tastatur, die ähnlich wie im Testbericht bei heise als “winzig” und “nervig” kritisiert wird. Auch die Festplatte wird bemängelt, hier hätte man sich mehr als knapp zwei Gigabyte freien Speicherplatz gewünscht.
Nichts desto trotz lautet das überzeugte Fazit der Tester: Wer eine einfache Schreibmaschine für die Eltern sucht, einen günstigen Zweitrechner zum Surfen im Internet oder ein extrem leichtes Notebook für unterwegs, kommt am Eee nicht vorbei.

In der Fotogalerie warten 34 Screenshots der Benutzeroberfläche auf Neugierige, zudem wird der Eee PC in einem zweiminütigen Video von einem Redakteur der amerikanischen Mutterseite vorgestellt.

Eee PC in Deutschland ab Dezember für EUR 299,- zu haben

Wie erwartet, gab heute Vormittag Asus die Details zum Verkaufsstart des Eee PC in Deutschland bekannt. Für viele sicherlich enttäuschend ist, dass nur der 4G 701 - die mittlere Ausstattungsvariante mit 512 Mbyte RAM und 4 Gbyte Speicher - auf den deutschen Markt kommen wird. Auf Asus’ taiwanesischem Heimatmarkt gibt es schon jetzt den 8G mit exakt doppelt soviel RAM & Flash-Kapazität zum gleichen Preis - umgerechnet knapp EUR 300,-. Beachtet werden muss hier aber sicherlich die unterschiedliche Kaufkraft der Konsumenten beider Länder.
Die große Frage wird sein, ob es Asus gelingt, den gerade in der Vorweihnachtszeit sicherlich gewaltigen Bedarf zu decken - in Fernost hat der Hersteller schon jetzt mit Lieferengpässen zu kämpfen.

Heise Mobil testet Eee PC

Eine Woche vor der offiziellen Vorstellung des Eee PC in Deutschland und wohl über einen Monat vor der Markteinführung hierzulande hatte die Redaktion von heise mobil bereits die Möglichkeit, Asus’ Subnotebook unter die Lupe zu nehmen. Als Testmuster diente dabei ein Eee PC 701 4G, wie er in Taiwan als mittlere Eee-Ausstattunsvariante seit Mitte Oktober für umgerechnet EUR 240,- verkauft wird.

Gelobt wird in dem dreiseitigen Test die intuitive Bedienbarkeit sowie das unschlagbare Preis-Leistungsverhältnis, während der schwache Akku (hält ‘nur’ dreieinhalb Stunden und muss genauso lange geladen werden) und das zu dunkle Display Federn lassen müssen. Außerdem wird darauf verwiesen, dass die - gezwungener Maßen klein ausgefallene - Tastatur für ein Zehn-Finger-Schreibsystem nicht geeignet ist.
Zum Ende sprechen die Tester eine klare Kaufempfehlung für den Eee PC aus - jedoch nur als Ergänzung zu Notebook & PC, die er aufgrund der geringen Leistungsfähigkeit nicht ersetzen kann.

Zum vollständigen Test geht es hier. Aufmerksamkeit verdienen auch die insgesamt 26 Fotos (10x EeePC, 16x Software).

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