Vorsicht, Glosse
Silvester! Wo du schon einmal dabei bist, das abgelaufene Jahr zu reflektieren und Pläne für 2008 zu schmieden, könntest du auch mal in dich gehen und dich fragen: Brauche ich wirklich so einen EeePC? Wozu eigentlich? Ist er sein Geld überhaupt wert?
Als kleine Hilfestellung findest du hier 10 Gründe, warum du besser die Finger vom EeePC lassen solltest!
Du solltest dir keinen EeePC kaufen, weil…
10. nichts ist, was nichts kostet.
Schon unsere Großeltern wussten: Man sollte nicht am falschen Ende sparen. Wer ein wertiges, langlebiges Produkt wünscht, muss sich das auch etwas kosten lassen. EUR 299,- für ein neues Notebook - da müsste dein Verstand doch bereits Alarm schlagen!
Nicht zu unrecht: In den nächsten Tagen werden - wie jedes Jahr um diese Zeit - zahlreiche grausige Meldungen von unschuldigen Jugendlichen durch die Presse gehen, die sich an zu früh detonierten Ramsch-Böllern aus China verletzt haben. Und wo wird der EeePC gefertigt? Eben.
Erst im September musste Nokia 46 Millionen ebenfalls in Asien hergestellte Handy-Akkus zurück rufen lassen, dennoch kam es zu einem tragischen Unfall. Ehe dir schlecht verarbeiteter Elektroschrott aus Fernost um die Ohren fliegt, solltest du lieber gleich auf Qualität setzen.
09. es schon bald zig (bessere) Alternativen gibt.
First Mover sind immer wieder die Dummen. Nicht nur, dass sie für die Normalanwender - die sich das Spektakel aus sicherer Entfernung ansehen - Beta-Tester spielen und den Hersteller auf Software- und Hardware-Bugs hinweisen. Die Fehler sind in dann in später gefertigten Produkten gefixt, während sie sich selbst noch mit fehlerhafter Ware herumplagen müssen.
Erstkäufer greifen auch tiefer in die Tasche. Beispiel iPhone: Apple senkte hier in den USA nur wenige Wochen nach dem Rollout die Preise um glatte $100.
Hinzu kommt, dass die ersten Mitbewerber bereits in den Startlöchern stehen. Erst vorgestern konntest du hier vom EasyNote XS lesen - nur das erste von vsl. zahlreichen Konkurrenzprodukten. Der EasyNote XS ist schon deshalb einen Blick wert, weil er von unseren französischen Freunden kommt und damit ethisch sauber ist (vergl. nächster Grund).
Auch Asus hat - wie um seine treuen Erstkäufer zu verhöhnen - bereits die nächste EeePC-Generation in den US-Handel gebracht, der deutsche Markt dürfte zeitnah folgen.
08. du damit deutsche Arbeitsplätze gefährdest!!1
Du hast doch sicherlich in den vergangenen Monaten auch von der roten Bedrohung gelesen - zumeist von Kindern billigst Hergestelltes, womit die Chinesen den Weltmarkt überschwemmen und Millionen Arbeitsplätze im freien Westen gefährden.
Nun: Die Gefahr ist real, und: Der EeePC ist genau so ein Produkt. Statt die menschenverachtenden Kommunisten mit deinem Geld zu unterstützen, solltest du dich darum lieber für ein in Deutschland hergestelltes Notebook entscheiden.
Fujitsu Siemens lässt seine Computer vorwiegend in Thüringen fertigen. Mit dem Kauf zum Beispiel eines Lifebooks (kommt dem EeePC in den Maßen am nähesten) hilfst du dem Standort Deutschland. Das sollten dir auch die EUR 1300,- Aufpreis wert sein. Wer weiss, vielleicht steht sonst schon bald dein Job auf dem Spiel?!
07. du auch einen gewinnen kannst.
Kollege Florian verlost in seinem Blog zwei EeePCs (und eine AK47). Zur Teilnahme muss der Beitrag einfach nur kommentiert werden - geliefert wird, sobald amazon.de die Winzlinge verschiffen kann.
Anzugeben ist erst einmal nur die E-Mail Adresse, über die du ggfs. von deinen Gewinn benachrichtigt wirst. Teilgenommen werden darf selbstverständlich nur 1x pro Person, aber hey, du hast doch wohl mehr als eine E-Mail Adresse…?
06. 7″ Bildschirmdiagonale ja wohl ein schlechter Witz sind.
Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man zynisch sagen: Es ist kein Problem, dass das Display so winzig ist, da der EeePC ohnehin zu nichts gut ist & es somit keine darstellungswürdigen Inhalte gibt.
800×480 maximale Bildschirmauflösung reichen nicht einmal für eine verfünftige Konfiguration der vorinstallierten Systemprogramme - einige Checkboxen liegen außerhalb des sichtbaren Bereiches und können auch nicht verschoben werden.
Abhilfe schaffen Tools, beheben aber nicht das eigentliche Problem: Der Bildschirm ist einfach zu klein für eine sinnvolle Nutzung des Gerätes. Wenn beim Surfen regelmäßig seitlich gescrollt werden muss und in OpenOffice weniger Textzeilen auf einer Seite dargestellt werden, als du es von deinem Handydisplay gewohnt bist, müssen bei der Konzeption des EeePC böse Schnitzer passiert sein.
Wie schlimm es tatsächlich ist, kannst du übrigens auch im vor drei Wochen hier vorgestellten Browser-Emulator nachvollziehen - das spart dir EUR 299,- bitteres Lehrgeld.


























