Wer mit seinem Eee PC den Umstieg auf Linux waagen möchte oder (bei 4G/900A) mit dem vorinstallierten Xandros-System unzufrieden ist, hat die Qual der Wahl. Die meisten speziell für Netbooks angepassten Distributionen - Namen wie “Easy Peasy” (kinderleicht) lassen es erahnen - zielen dabei auf den unerfahrenen Linux-Neuling.

Einen anderen Weg schlagen hier die Entwickler von Crunchbang Linux ein. Während die Standardausführung des hauseigenen Ubuntu-Derivats noch ein umfangreiches Softwarepaket mitbringt, wurde der Umfang von CrunchEee auf das Allernötigste beschränkt. Wer mehr als surfen und chatten will, findet sich schnell in den Tiefen der Ubuntu Repositories wieder.

Dafür winkt Linux-Freunden ein ausgesprochen schnelles, “out of the box” auf allen Eee PC Modellen vollumfänglich funktionsfähiges Betriebssystem. In US-Foren ist man voll des Lobes über die Distribution, die gerade in Version 8.10.02 erschienen ist.

Insbesondere bei HDD-Modellen aus der Eee-Family steht man bei der OS-Wahl nicht zwingend vor der Entscheidung “entweder, oder.” Kollege Brad (Liliputing) betreibt seinen Eee PC 1000H aktuell mit ganzen drei Betriebssystemen: Neben CrunchEee und dem vorinstallierten Windows XP läuft auch noch die Beta von Windows 7 auf seinem Zehn-Zoller.

Beim Start kann dann im Boot-Menü das gerade benötigte Betriebssystem gewählt werden.  Performanceunterschiede gibt es allerdings erst im Betrieb, nicht schon beim Hochfahren: Alle System benötigen gleich lange (ca. 60 Sek.) zur Bereitstellung des Desktops - im Hinblick auf den Vista-Nachfolger sicherlich eine Überraschung. Das Video zeigt den Bootvorgang der drei Systeme (Reihenfolge: 7, XP, CrunchEee).


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