Akku

Kein Thema bestimmt die Berichterstattung in den letzten Wochen so sehr wie die Akku-Problematik von Eee PC 4G und Eee PC 900.
Nachdem Asus erst in Übersee, dann auch in Deutschland dem ‘alten’ Eee PC nur noch eine 4400mAh Batterie beilegt (etwa 30-45min weniger Laufzeit im Vergleich zum zuvor vertriebenen 5200mAh Akku), wird der Eee PC 900 ebenfalls mit einem leistungsschwachen Akku verkauft - Testgeräten kamen dagegen noch mit einer 5800mAh Einheit daher.

Insbesondere beim in Deutschland vsl. im Juni erhältlichen Eee PC 900 ist die netzlose Betriebszeit - bei intensiver Nutzung unter einer Stunde - als nicht mehr akzeptabel zu bezeichnen. Hier bietet sich der Kauf eines Ersatzakkus an, wie sie seit geraumer Zeit von verschiedenen Herstellern vertrieben werden.

Wie bereits mehrfach an dieser Stelle geschrieben, ist der Kauf von unzertifizierter Technik aus Fernost prinzipiell risikobehaftet. Es ist nicht davon auszugehen, dass Akkus und Ladegeräte von Drittherstellern in China oder Taiwan ähnlichen Qualitätsstandards unterliegen wie hierzulande - CE-Siegel sucht man bei via ebay erstandener Ware meist vergebens.

Die taiwanesische Digitimes berichtet nun von einem ersten Schadensfall: Ein 10400mAh Akku soll während des Ladevorgangs überhitzt und explodiert sein. Während zum Glück niemand bei dem Vorfall verletzt wurde, ist der betroffene Eee PC nicht mehr zu gebrauchen.

Asus - von den Journalisten zum Thema befragt - ist der Vorgang unbekannt. Der Hersteller betonte aber nochmals, dass die Nutzung von Akkus Dritter auf eigene Gefahr erfolge; im Schadensfall könnten keine Garantieansprüche geltend gemacht werden.

Asus selbst hat Ende 2007 zwei Ersatzakkus für den Eee PC 4G (funktionieren auch im 900er) angekündigt, blieb die Verfügbarkeit bislang aber schuldig. Anwender werden derzeit also mit ungeprüfter und möglicherweise gefährlicher Ware von Drittherstellern alleine gelassen, ohne deren Nutzung gerade beim Eee PC 900 nur sehr bedingt mobil gearbeitet werden kann.